Kurz zu uns. Wir sind Eric und Bas, Vater und Sohn, und wir haben KUUS. gegründet, nachdem Erics Schwiegermutter zwei Tage auf dem Küchenboden lag. Als wir danach schauten, was es auf dem Markt gab, erschraken wir: klobige Geräte, feste Basisstationen, Abos von 25 bis 35 Euro pro Monat, die laufen, solange die Eltern leben. Das passte für uns nicht.

Was ist ein Hausnotruf?
Ein Hausnotruf, manchmal auch Seniorennotruf oder Notrufsystem genannt, ist eine Hilfe auf Knopfdruck für Menschen, die noch zu Hause wohnen. Denken Sie an einen Sturz, einen Schwächeanfall oder ein unsicheres Gefühl, wenn niemand in der Nähe ist. Der klassische Hausnotruf besteht aus einem Notrufknopf für Senioren, getragen als Anhänger oder Armband, und einer Basisstation in der Wohnung. Drückt Ihre Mutter den Knopf, stellt die Station eine Sprechverbindung her und alarmiert eine Notrufzentrale. Neben dieser stationären Form gibt es den mobilen Hausnotruf, der über eine eigene SIM-Karte und GPS auch unterwegs funktioniert. Gedacht ist ein Hausnotruf für Menschen, die selbstständig wohnen, bei denen aber das Risiko besteht, in einem Moment nicht selbst zum Telefon zu kommen. Genau dieser Moment ist das Problem: Das Telefon liegt im anderen Zimmer, und Ihr Vater liegt auf dem Boden. Wichtig vorweg: Ein Hausnotruf ist kein medizinisches Gerät. Er misst keinen Blutdruck, stellt keine Diagnose und ersetzt keinen Pflegedienst. Er macht eine einzige Sache gut, nämlich im Notfall schnell Hilfe holen. Wir finden, das reicht, und man muss es nicht größer reden, als es ist.
Für wen ist ein Hausnotruf gedacht?
Nicht jeder braucht einen Hausnotruf, und das sagen wir lieber ehrlich. Ein Hausnotruf für Senioren ist vor allem dann sinnvoll, wenn eine dieser Situationen zutrifft:
- Alleinlebend und nicht sicher, dass bei einem Sturz oder Schwächeanfall schnell jemand vorbeikommt.
- Erhöhtes Sturzrisiko: unsicher auf den Beinen, Schwindel, oder schon einmal gestürzt.
- Beginnende Demenz: Gefahr des Verlaufens, wobei GPS und eine sichere Zone helfen.
- Genesung nach einer Operation oder einem Krankenhausaufenthalt, als zeitlich begrenzte Sicherheit in den ersten Monaten zu Hause.
Wohnt Ihr Vater mit einem gesunden Partner zusammen, der fast immer zu Hause ist? Dann löst ein Hausnotruf ein Problem, das noch gar nicht da ist. Lieber ein ehrliches Nein als ein bereuter Kauf. Das Gleiche gilt, wenn Ihre Mutter grundsätzlich nichts am Körper tragen möchte oder eine weit fortgeschrittene Demenz hat und das Gerät vermutlich ablegt oder als fremd empfindet. Ein Hausnotruf, der nicht getragen wird, hilft niemandem. Reden Sie vorher mit Ihren Eltern darüber, statt das Gerät zu kaufen und zu hoffen.
Welche Arten und Formen von Hausnotruf gibt es?
Grob drei Formen, dazu der Unterschied zwischen stationär und mobil. Schauen Sie sich unsere Notrufuhren für Senioren als die am häufigsten getragene Form an.
- Klassischer (stationärer) Hausnotruf. Eine Basisstation in der Wohnung mit einem losen Knopf als Anhänger oder Armband. Funktioniert nur im Haus, innerhalb der Funkreichweite der Station, meist bis etwa 50 Meter.
- Mobiler Hausnotruf. Das Gerät hat eine eigene SIM-Karte und funktioniert überall: im Garten, auf der Straße, beim Einkaufen. Das ist die moderne Variante für aktive Senioren.
- Notrufuhr oder Notrufarmband. Eine mobile Variante in Form einer Uhr. Der große Vorteil: Sie sieht aus wie eine normale Armbanduhr und wird deshalb öfter getragen.
Ein Knopf, der in der Schublade liegt, ist eine Rechnung, keine Sicherheit. Die Form entscheidet, ob das Gerät getragen wird, und ob es getragen wird, entscheidet, ob es funktioniert. Genau hier liegt das alte Problem der klassischen Notrufknöpfe. Sie sehen aus wie ein medizinisches Gerät, sie sagen jedem im Raum, dass die Trägerin Hilfe braucht, und deshalb bleiben sie auf dem Nachttisch liegen. Die meisten älteren Menschen möchten nicht den ganzen Tag ausstrahlen, dass sie hilfsbedürftig sind. Das kann man ihnen kaum verübeln. Eine Notrufuhr, die wie eine normale Armbanduhr aussieht, wird deshalb öfter wirklich getragen.
Stationär oder mobil: was funktioniert wo?

Der wichtigste Unterschied beim Hausnotruf ist stationär gegen mobil. Der stationäre Hausnotruf hängt an einer Basisstation in der Wohnung, die über das Internet oder die Telefonleitung verbindet. Der Knopf funktioniert nur in Reichweite dieser Station, also im Haus und drumherum. Sobald Ihre Mutter vor die Tür geht, ist sie nicht mehr erreichbar. Der mobile Hausnotruf hat eine eigene SIM-Karte und funktioniert überall mit Mobilfunkempfang: im Garten, auf dem Markt, beim Hausarzt. Keine feste Leitung, keine Basisstation. Für jemanden, der noch vor die Tür kommt, ist mobil fast immer die bessere Wahl. Ein klassischer Hausnotruf passt also gut, wenn Ihr Vater praktisch nur noch zu Hause ist und eine Notrufzentrale rund um die Uhr möchte. Ein mobiler Hausnotruf passt, wenn er noch aktiv ist und auch außerhalb der Wohnung Sicherheit braucht. Ein Punkt, der bei stationären Systemen leicht untergeht: der Stromausfall. Eine Basisstation hängt an der Steckdose. Fällt der Strom aus, überbrückt ein eingebauter Akku das meist nur 10 bis 20 Stunden. Verbindet sich die Station über das Festnetz oder das Internet, fällt sie zudem aus, wenn der Router ausfällt. Ein mobiler Hausnotruf hat seinen eigenen Akku und seine eigene Mobilfunkverbindung und ist davon unabhängig. Das war einer der Punkte, die uns am alten Modell gestört haben: Das System fiel genau dann aus, wenn ohnehin schon etwas nicht stimmte.
Hausnotruf mit Sturzerkennung und GPS
Zwei Zusatzfunktionen tauchen beim Vergleich immer wieder auf: Sturzerkennung und GPS. Ein Hausnotruf mit Sturzerkennung erkennt einen harten Sturz selbst und löst dann automatisch einen Alarm aus, auch wenn Ihre Mutter den Knopf nicht mehr drücken kann. Das ist genau der Fall, der bei einem normalen Notrufknopf schiefgeht. Wichtig zu wissen: Keine Sturzerkennung ist perfekt. Ein langsames Zusammensacken erkennt sie schlechter als einen Aufprall. Sie ergänzt den Knopf, sie ersetzt ihn nicht. Ein Hausnotruf mit GPS sendet bei einem Alarm den Standort mit. Bei einem mobilen Gerät sehen Sie dann in einer App, wo Ihr Vater ist. Das ist vor allem bei beginnender Demenz und bei Menschen wertvoll, die noch viel unterwegs sind. Ein stationäres System hat kein GPS, weil es ohnehin nur im Haus funktioniert. Für wen lohnt sich das? Sturzerkennung bei erhöhtem Sturzrisiko, GPS bei jedem, der noch nach draußen geht. Wer immer zu Hause an einer Basisstation ist, braucht GPS nicht.
Hausnotruf bei Demenz
Bei beginnender Demenz ist GPS oft das wichtigste Merkmal. Manche mobilen Geräte erlauben eine sichere Zone, etwa rund um die Wohnung. Verlässt Ihre Mutter diese Zone, bekommen Sie eine Nachricht. So merken Sie es, bevor sie sich verläuft, nicht erst, wenn sie schon weg ist. Bei weit fortgeschrittener Demenz stößt jede Technik an ihre Grenze. Wer das Gerät nicht mehr als seins erkennt, legt es ab oder verlegt es. Dann ist kein Hausnotruf die Lösung, sondern eine andere Form der Betreuung. Auch das gehört zur ehrlichen Antwort.
Wie funktioniert ein Hausnotruf?
Im Kern ist ein Hausnotruf simpel, und das ist auch gut so. Je weniger daran kaputtgehen kann, desto verlässlicher hilft er im Ernstfall. Bei einem Alarm passiert das hier:
- Ihr Vater drückt den Knopf, oder das Gerät erkennt selbst einen Sturz.
- Das System ruft automatisch einen Angehörigen oder die Notrufzentrale an und geht bei keiner Antwort zur nächsten Nummer weiter.
- Über den eingebauten Lautsprecher kann Ihr Vater sofort sprechen.
- Bei Geräten mit GPS wird der Standort mitgeschickt und ist in einer App sichtbar.
Beim klassischen Hausnotruf läuft Schritt zwei über die Basisstation zur Notrufzentrale. Beim mobilen Hausnotruf wählt das Gerät selbst, über seine eigene SIM-Karte, ohne Festnetz und ohne Station. Ein Detail, das oft übersehen wird: Beim stationären System gibt es meist eine Schlüsselaufbewahrung. Der Anbieter hinterlegt einen Wohnungsschlüssel, damit der Rettungsdienst hineinkommt, ohne die Tür aufzubrechen. Beim mobilen Hausnotruf, der direkt die Familie ruft, kommt der Schlüssel von Ihnen oder einem Nachbarn. Klären Sie diese Frage vorab, egal für welche Form Sie sich entscheiden. Ein Notruf nützt wenig, wenn niemand durch die verschlossene Tür kommt.
Hausnotruf-Anbieter im Vergleich: worauf achten?
Beim Hausnotruf-Vergleich zählen nicht die Hochglanzbroschüren, sondern ein paar nüchterne Punkte. Auf diese sollten Sie achten:
- Reichweite. Stationär nur im Haus, mobil überall mit Empfang. Geht Ihr Vater noch raus, scheidet ein reines Hausgerät aus.
- Wer wird gerufen. Notrufzentrale rund um die Uhr oder direkt die Familie. Das ist die wichtigste Entscheidung, mehr dazu weiter unten.
- Vertrag und Kündigungsfrist. Monatlich kündbar oder lange Bindung. Die Stiftung Warentest hat genau hier mehrere Anbieter kritisiert.
- Kosten gegen Zuschuss. Liegt der Tarif über dem Zuschuss von 25,50 Euro der Pflegekasse, zahlen Sie die Differenz selbst.
- Akku und Tragekomfort. Ein Gerät, das ständig geladen werden muss oder unbequem ist, landet in der Schublade.
- Zusatzfunktionen. Sturzerkennung und GPS nur, wenn die Situation sie verlangt. Funktionen, die niemand nutzt, kosten trotzdem.
Zu den bekannten Anbietern eines klassischen Hausnotrufs zählen die Wohlfahrtsverbände DRK, Johanniter, Malteser, ASB und Caritas, dazu private Anbieter. Sie unterscheiden sich vor allem im Preis, in den Vertragsbedingungen und darin, wie schnell die Notrufzentrale reagiert. Eine unabhängige Einordnung der Anbieter und ihrer Verträge finden Sie bei der Stiftung Warentest und der Verbraucherzentrale, beide unten verlinkt.
Hausnotruf beantragen
Es gibt zwei Wege. Sie können einen Hausnotruf selbst kaufen bei einem Anbieter und sofort nutzen, oder Sie beantragen ihn über die Pflegekasse, um den Zuschuss zu bekommen. Der Antragsweg über die Pflegekasse läuft so:
- Pflegegrad prüfen. Für den Zuschuss braucht Ihr Vater mindestens Pflegegrad 1. Liegt noch kein Pflegegrad vor, stellen Sie zuerst einen Antrag auf Pflegeleistungen bei der Pflegekasse.
- Anbieter wählen. Wählen Sie einen Hausnotruf-Anbieter mit Versorgungsvertrag mit der Pflegekasse. Anerkannte Anbieter sind unter anderem DRK, Johanniter, Malteser, ASB und Caritas, dazu private Anbieter.
- Antrag stellen. Die meisten Anbieter übernehmen den Antrag bei der Pflegekasse für Sie. Eine ärztliche Verordnung ist nicht nötig, weil der Hausnotruf als technisches Pflegehilfsmittel nach § 40 SGB XI gilt, nicht als medizinisches Hilfsmittel.
- Beratung nutzen. Eine kostenlose Pflegeberatung nach § 7a SGB XI hilft, wenn Sie unsicher sind, welche Leistungen Ihrem Vater zustehen.
Selbst kaufen ist meist schneller, und Sie sind an nichts gebunden. Über die Pflegekasse beantragen lohnt sich, wenn ein Pflegegrad vorliegt und Sie den monatlichen Zuschuss nutzen möchten.
Kosten und Kostenübernahme durch die Pflegekasse
Was kostet ein Hausnotruf? Der klassische Basistarif liegt je nach Anbieter und Leistungsumfang bei etwa 23 bis 49 Euro pro Monat, dazu kommt meist eine einmalige Anschlussgebühr von rund 10 bis 80 Euro. Zusatzleistungen wie Schlüsselaufbewahrung oder eine regelmäßige Sicherheitsabfrage kosten extra.
Kostenübernahme durch die Pflegekasse
Bei einem anerkannten Pflegegrad übernimmt die Pflegekasse einen festen Zuschuss zum Hausnotruf nach § 40 SGB XI. Das sind 25,50 Euro pro Monat, dazu eine einmalige Anschlusspauschale von 10,49 Euro. Ist der Tarif des Anbieters durch den Zuschuss gedeckt, zahlt Ihr Vater im Basispaket oft nichts dazu. Voraussetzung ist mindestens Pflegegrad 1 und eine Situation, in der ein Notruf sinnvoll ist, zum Beispiel Alleinleben oder ein erhöhtes Risiko für Notlagen. Ohne Pflegegrad zahlt man den Hausnotruf selbst.
Kostenübersicht
| Posten | Ungefähre Höhe | Wer zahlt |
|---|---|---|
| Anschlussgebühr (einmalig) | 10 bis 80 Euro | selbst, mit Pflegegrad oft bezuschusst |
| Basistarif klassisch (monatlich) | 23 bis 49 Euro | selbst oder Pflegekasse |
| Zuschuss Pflegekasse (monatlich) | 25,50 Euro | Pflegekasse ab Pflegegrad 1 |
| Zusatzleistungen (monatlich) | variabel | selbst |
| Mobiler Hausnotruf ohne Abo | einmalig Gerät plus Prepaid-SIM ab ca. 1 Euro | selbst |
Steuerlich absetzbar
Ein Hausnotruf kann unter Umständen als haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuererklärung geltend gemacht werden. Wir spielen hier keine Steuerberatung, fragen Sie das im Zweifel bei Ihrem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein nach.
Hausnotruf ohne Abo
Beim klassischen Hausnotruf läuft der Vertrag monatlich weiter, solange das Gerät genutzt wird. Daneben gibt es Hausnotruf ohne Abo: Sie kaufen das Gerät einmalig und nutzen eine eigene Prepaid-SIM-Karte ab etwa 1 Euro pro Monat. Kein laufender Vertrag. Das ist kein Betrug, Notrufzentralen leisten echte Arbeit. Aber es ist ein Versicherungsmodell, verkauft als Pflege. Die Sicherheit Ihres Vaters oder Ihrer Mutter sollte aus unserer Sicht kein Abo-Produkt sein, für einen Dienst, der in den allermeisten Fällen nie ausgelöst wird. Rechnen Sie es einmal durch: Bei einem Tarif von 30 Euro im Monat und einer Nutzung von fünf bis zehn Jahren sind das 1.800 bis 3.600 Euro für einen Knopf. Mit dem Pflegekassenzuschuss bleibt davon weniger übrig, das stimmt. Ohne Pflegegrad zahlen Sie aber die volle Summe. Ein einmal gekauftes Gerät mit eigener SIM-Karte kostet diesen Betrag nicht jeden Monat aufs Neue. Welcher Weg passt, hängt davon ab, ob Ihnen die Notrufzentrale rund um die Uhr wichtig ist oder nicht.
Notrufzentrale oder direkt die Familie?
Der größte Unterschied zwischen den Anbietern. Eine Notrufzentrale ist eine professionelle Leitstelle, die rund um die Uhr besetzt ist, nachfragt und die richtige Hilfe organisiert, hinter einem laufenden Abo. Direkt die Familie bedeutet, dass der Knopf Sie, einen Bruder, eine Schwester oder einen Nachbarn anruft, ohne Zwischenschritt und ohne Abo. So funktioniert KUUS. Für viele Situationen ist die Familie schneller und menschlicher. Eine Notrufzentrale ist eine Zwischenschicht: Sie nimmt den Anruf an, fragt nach, sucht die Adresse heraus und alarmiert dann die richtige Stelle. Zwischen Knopfdruck und Reaktion liegt eine Gesprächsaufnahme, und Sie zahlen jeden Monat dafür. Ruft das Gerät stattdessen direkt Sie an, wissen die Menschen, die sich am meisten sorgen, als Erste Bescheid. Wohnt die Familie weit weg oder ist tagsüber niemand erreichbar, dann ist eine Notrufzentrale aber wirklich eine gute Ergänzung. Das geben wir offen zu. Ehrlich in beide Richtungen. Hier sind wir auch deutlich: Eine professionelle Notrufzentrale rund um die Uhr bietet KUUS. nicht. Wer das ausdrücklich möchte, ist bei einem klassischen Anbieter wie DRK, Johanniter oder Malteser besser aufgehoben.
Hausnotruf kündigen oder wechseln
Einen klassischen Hausnotruf können Sie in der Regel monatlich oder mit kurzer Frist kündigen. Achten Sie im Vertrag auf die Kündigungsfrist und darauf, ob das Gerät zurückgeschickt werden muss. Die Stiftung Warentest hat genau solche Vertragsbedingungen bei mehreren Anbietern kritisiert. Ein Wechsel lohnt sich, wenn der Tarif den Pflegekassenzuschuss deutlich übersteigt oder wenn Ihr Vater inzwischen lieber mobil unterwegs sein möchte. Wer von einem stationären System auf einen mobilen Hausnotruf umsteigt, gewinnt Reichweite, verliert aber je nach Anbieter die rund um die Uhr besetzte Zentrale. Beides gegeneinander abwägen.
Welcher Hausnotruf passt zu Ihrer Situation?
- Praktisch immer zu Hause, möchte eine Zentrale rund um die Uhr: ein klassischer, stationärer Hausnotruf bei einem Anbieter mit Notrufzentrale.
- Noch aktiv, geht vor die Tür: ein mobiler Hausnotruf mit GPS, zum Beispiel die KUUS S5 Notrufuhr.
- Sturzrisiko, ohne selbst drücken zu können: ein Gerät mit Sturzerkennung.
- Möchte keine Uhr tragen: ein Anhänger oder Armband wie die KUUS S3.
KUUS. ist ein mobiles Notrufsystem in Form einer Uhr oder eines Anhängers, ohne laufendes Abo und mit eigener Prepaid-SIM ab etwa 1 Euro pro Monat. Im Notfall ruft es direkt die Familie statt einer Notrufzentrale. Unsere Modelle liegen zwischen 149,99 Euro für die S3 und 219 Euro für die S2 und S5.
Häufig gestellte Fragen
Steht Ihre Frage nicht dabei? Klicken Sie rechts unten auf das Foto von Hans, und er hilft Ihnen weiter.
Was kostet ein Hausnotruf?
Der klassische Basistarif liegt je nach Anbieter und Leistungsumfang bei etwa 23 bis 49 Euro pro Monat, dazu eine einmalige Anschlussgebühr von rund 10 bis 80 Euro. Bei einem mobilen Hausnotruf ohne Abo kaufen Sie das Gerät einmalig und zahlen für eine Prepaid-SIM ab etwa 1 Euro pro Monat.
Übernimmt die Pflegekasse die Kosten?
Ja, bei mindestens Pflegegrad 1 zahlt die Pflegekasse einen Zuschuss von 25,50 Euro pro Monat nach § 40 SGB XI. Ist der Tarif dadurch gedeckt, zahlt Ihr Vater im Basispaket oft nichts dazu. Ohne Pflegegrad tragen Sie die Kosten selbst.
Wie beantrage ich einen Hausnotruf?
Sie können einen Hausnotruf direkt bei einem Anbieter kaufen und sofort nutzen, oder ihn über die Pflegekasse beantragen. Für den Zuschuss wählen Sie einen Anbieter mit Versorgungsvertrag, der meist den Antrag bei der Pflegekasse für Sie übernimmt. Eine ärztliche Verordnung ist nicht nötig.
Ist ein Hausnotruf ohne Abo möglich?
Ja. Bei einem mobilen Notrufsystem ohne Abo kaufen Sie das Gerät einmalig und nutzen eine eigene Prepaid-SIM-Karte. Ein Abo ist nur nötig, wenn Sie eine professionelle Notrufzentrale rund um die Uhr möchten.
Was ist der Unterschied zwischen einem klassischen und einem mobilen Hausnotruf?
Der klassische Hausnotruf funktioniert über eine Basisstation in der Wohnung und nur in deren Reichweite. Der mobile Hausnotruf hat eine eigene SIM-Karte und GPS und funktioniert überall mit Mobilfunkempfang, auch unterwegs. Für jemanden, der noch vor die Tür kommt, ist mobil die bessere Wahl.
Funktioniert ein Hausnotruf auch ohne Festnetz?
Ja. Ein mobiler Hausnotruf arbeitet über eine eigene SIM-Karte im Mobilfunknetz und braucht kein Festnetz. Nur ältere stationäre Systeme stützen sich teils noch auf die Telefonleitung, viele verbinden sich inzwischen aber über das Internet oder Mobilfunk.
Welcher Pflegegrad ist für einen Hausnotruf nötig?
Für den Zuschuss der Pflegekasse genügt Pflegegrad 1. Ohne Pflegegrad können Sie einen Hausnotruf trotzdem nutzen, zahlen ihn dann aber selbst. Einen mobilen Hausnotruf ohne Abo kaufen Sie unabhängig vom Pflegegrad.
Was ist der Unterschied zwischen Hausnotruf, Notrufknopf und Notrufuhr?
Hausnotruf ist der Oberbegriff. Ein Notrufknopf für Senioren und eine Notrufuhr sind Formen davon, mit dem Knopf in einem Anhänger beziehungsweise in einer Uhr. Eine Notrufuhr wird oft öfter getragen, weil sie wie eine normale Armbanduhr aussieht.
Wer wird im Notfall gerufen?
Das hängt vom Anbieter ab. Beim klassischen Hausnotruf ruft das Gerät eine professionelle Notrufzentrale, die dann Hilfe organisiert. Bei einem System wie KUUS. ruft das Gerät direkt die hinterlegten Angehörigen an, ohne Zwischenschritt und ohne Abo.
Funktioniert ein Hausnotruf mit GPS auch unterwegs?
Ja, ein mobiler Hausnotruf mit GPS funktioniert überall mit Mobilfunkempfang und schickt bei einem Alarm den Standort mit. Ein stationäres System hat kein GPS und funktioniert nur in der Wohnung. Für aktive Senioren ist die mobile Variante mit GPS daher die richtige.
Ist ein Hausnotruf steuerlich absetzbar?
Unter Umständen ja, als haushaltsnahe Dienstleistung in der Steuererklärung. Das hängt vom Tarif und Ihrer Situation ab. Fragen Sie das im Zweifel bei Ihrem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein nach, wir spielen hier keine Steuerberatung.
Zum Schluss
Ein Hausnotruf ist kein medizinisches Hilfsmittel und kein Ersatz für Pflege. Er ist ein Knopf mit einem Sicherheitsnetz darunter. Für Ihren Vater ist es ein kleines Ding am Handgelenk oder um den Hals. Für Sie ist es die Gewissheit, dass ein Sturz nicht mit Stunden auf dem Boden endet. Mehr Hintergrund zu Anbietern, Tests und Zuschüssen finden Sie bei der Verbraucherzentrale, beim Hausnotruf-Test der Stiftung Warentest und beim GKV-Spitzenverband zur Kostenübernahme nach § 40 SGB XI. Neugierig, welches KUUS.-Modell passt? Schauen Sie sich unsere Notrufuhren für Senioren an, ohne verpflichtendes Abo.
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026.
